knoten.chat Bildmarke Eine Sprechblase, verbunden mit drei farbigen Knoten.

Ausführlich

Was hier läuft, was es kann und wo die Grenzen sind.

Neu und klein — betrieben von einer Person
Zur Kurzfassung

Worum es geht

Die beste Alternative zu WhatsApp ist nicht der nächste zentrale Anbieter. Es ist ein offenes Netz.

Matrix ist ein offenes Protokoll für Nachrichten, ähnlich wie E-Mail eines für Post ist. Wer ein Konto bei einem Anbieter hat, kann mit Menschen bei allen anderen Anbietern schreiben. Niemand besitzt das Netz, und niemand kann es abschalten.

Dieser Server ist einer von vielen. Er ist nicht „Matrix“ — er ist ein Zugang dazu. Wer möchte, nutzt einen anderen Anbieter oder betreibt einen eigenen Server. Das ist ausdrücklich vorgesehen.

Eine Übersicht öffentlicher Server mit Standort, Regeln und Softwarestand führt servers.joinmatrix.org (englisch).

Was Matrix ist — und was nicht

FöderiertServer sprechen miteinander, wie Mailserver es tun.
VerschlüsseltPrivate Gespräche sind Ende zu Ende verschlüsselt.
OffenProtokoll und Software sind quelloffen und geprüft.
Kein SelbstläuferVerschlüsselung schützt Inhalte, nicht alle Metadaten.

Ehrlich bleiben heißt auch: Ende-zu-Ende-Verschlüsselung bedeutet, dass der Betreiber private Gespräche nicht mitlesen kann — auch dann nicht, wenn er es wollte oder sollte. Moderation stützt sich deshalb auf Meldungen, Raumverwaltung und Kontomaßnahmen, nicht auf Mitlesen.

Verschlüsselung und ihre Grenzen

Der Betreiber kann lokale Konten sperren, Räume lokal blockieren, Medien zurückhalten und missbräuchliche Gegenstellen aussperren. Er kann nicht verschlüsselte Nachrichten entschlüsseln und nicht Kopien auf fremden Servern löschen.

Wer den Wiederherstellungsschlüssel verliert, verliert den Zugriff auf ältere verschlüsselte Nachrichten. Das ist kein Fehler, sondern die Folge davon, dass niemand sonst mitlesen kann.

In vier Schritten dabei

Der schwierigste Teil ist nie die Technik, sondern dass die anderen noch woanders sind. Ein Einladungslink in der alten Gruppe wirkt mehr als jedes Argument.

Deine Adresse

Du brauchst keine Telefonnummer. Es genügt, dass die andere Person deine Adresse kennt — so wie bei E-Mail. Sie sieht auch fast so aus:

@anna:knoten.chat
@steht vorne, nicht in der Mitte
annadein Name, den du dir aussuchst
:trennt statt eines zweiten @
…chatder Server, bei dem du bist

Zum Vergleich eine E-Mail-Adresse: anna@knoten.chat. Gleiche Bestandteile, andere Anordnung.

Der Teil hinter dem Doppelpunkt ist der wichtige: Er sagt, bei welchem Anbieter du bist. Genau wie bei E-Mail erreichst du damit jeden, egal wo er ist — @tom:matrix.org funktioniert von hier aus genauso.

Was du beim Einrichten eintragen musst

Hier bleiben die meisten hängen. Jede App fragt nach dem Server — und meint damit nicht die Adresse, unter der du den Chat im Browser aufrufst.

Server / Homeserver

knoten.chat

Falls eine App eine vollständige Adresse verlangt: https://matrix.knoten.chat

Merkhilfe: Der Servername steht in deiner eigenen Adresse, hinter dem Doppelpunkt.

Diese Adressen sind es nicht:

Sie führen zu einer Fehlermeldung wie „kein Matrix-Server gefunden“. Das ist kein Defekt, sondern die richtige Antwort auf die falsche Adresse.

Womit du schreibst

Matrix schreibt keine App vor. Dasselbe Konto funktioniert in jedem Client, und du kannst jederzeit wechseln, ohne Kontakte oder Verlauf zu verlieren.

Manche Apps bringen eine Vorschlagsliste bekannter Server mit. Steht dieser nicht darauf, macht das nichts — der Name lässt sich immer von Hand eintragen. Genau darum geht es bei einem offenen Netz.

Betrieb und Transparenz

Kosten, Arbeitszeit und Betriebszahlen gehören offengelegt. Wer einen Dienst gemeinschaftlich trägt, soll sehen können, was er kostet und wie er läuft.

Die Zahlen werden ausschließlich Summen enthalten — keine Kontonamen, keine Adressen, keine Raumtitel. Diese Seite setzt keine Cookies und bindet nichts von fremden Servern ein.

Getragen wird der Betrieb von Schenkungen ohne Gegenleistung: Wie du mittragen kannst.

Eigenen Server betreiben

Das Netz lebt davon, dass es viele Knoten gibt. Wer die Möglichkeit hat, sollte einen eigenen betreiben. Der Aufwand ist überschaubar, die Dokumentation gut, und jeder zusätzliche Server macht das Netz widerstandsfähiger.